Regenerative Energien

Schon heute leisten Erneuerbare Energien in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung, welcher sich im zukünftigen Energiemix noch deutlich erhöhen wird.

Ihre Bedeutung hat sich in Folge der nationalen und internationalen Rahmensetzungen in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Eine Reihe von Maßnahmen wurden auf den Weg gebracht, durch die direkt oder indirekt eine verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien unterstützt wurde.

Zusätzlich entsteht durch das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien eine neue Herausforderung für die Nutzung von regenerativen Energien im ländlichen Raum. Die Festlegung der Einspeisevergütung für Strom aus Biomasse sichert auch im liberalisierten Strommarkt Investitionen ab, sodass die Stromerzeugung in diesem Bereich wirtschaftlich interessant ist. Neben der solarthermischen Energiegewinnung, der photovoltaischen Stromerzeugung, der Windenergie-, Wasserkraft- und Erdwärmenutzung, werden hierbei die größten Erwartungen in die Nutzung von Biomasse gelegt.
Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Deutschland

Neben eigens dafür angebauten Energiepflanzen, sollen auch Produktionsrückstände, Nebenprodukte und organische Abfälle jeweils einen gleich großen Beitrag leisten. Auf Basis der politischen und wirtschaftlichen Zielvorgaben ist es unsere zentrale Aufgabe, im Rahmen von Forschungsvorhaben und Projektstudien, neue Verfahren zur Nutzung von Biomasse als regenerativer Energieträger zu entwickeln, bis hin zur praktischen und marktreifen Umsetzbarkeit. Die Schwerpunkte hierbei liegen in der anaeroben Vergärung (Biogasproduktion) aus festen und flüssigen Reststoffen sowie der thermische Nutzung von festen Produktionsabfällen. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Sonderkulturen im Agrarbereich und die weiterverarbeitenden Industrien gelegt. Reststoffe aus dem Obst- und Gemüsebau sowie Produktionsrückstände aus dem Weinbau (Trester, Trubstoffe), der Bier- und Brennereiindustrie (Treber, Schlempe), haben ein hohes organisches Potential für das es derzeit keine praxisnahen Verwertungsstrategien im Sinne der Kreislaufwirtschaft gibt.
Getrockneter Trester für die Pelletierung

Hierzu steht ein Anaerobtechnikum sowie eine weitere Versuchsanlage gemäß DIN 38414-S8 für Untersuchungen zur Verfügung, in denen Potential, Qualität, Zusammensetzung und Reaktionskinetik von Biogas aus sämtlichen Reststoffen analysiert werden können. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens, gefördert durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, wurde mit Hilfe dieser Versuchseinrichtungen bereits ein Verfahren zur betriebsinternen Reinigung und Verwertung von Abwässern und Produktionsrückständen aus der Weinbereitung entwickelt. Die thermische Nutzung von festen Rückständen wurde auf Basis einer patentierten Erfindung untersucht. Hierbei wurde ein Verfahren entwickelt, welches aus Pressrückständen der Weinbereitung, den so genannten Trestern, Pellets als Brennstoff herstellt. Das Potential für Traubentrester liegt allein in Deutschland bei ca. 330.000 t/a und stellt damit eine interessante und vor allem ungenutzte Quelle zur Energieversorgung dar. Aufgrund des während der Verarbeitung freigesetzten Kernöls als Bindemittel, erreichen die gepressten Pellets eine hohe Festigkeit, die allen entsprechenden Qualitätsanforderungen gerecht wird. Die Brennwertbestimmung ergab, bedingt durch die energiereichen Kernöle, höhere Energiegehalte als entsprechende Holzpellets.

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